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Fragebogen 1: Stimmung

Viele Beschwerden in der Zeit rund um die Geburt ähneln depressiven Symptomen.

Fragebogen 1 (EPDS= Edinburgh postnatal depression scale) berücksichtigt diese besondere Lebensphase. Ein auffälliges Ergebnis kann darauf hinweisen, dass die Belastung deutlich über das hinausgeht, was viele Eltern zeitweise erleben.

Ihre Punktwerte finden Sie in der App „Meine pädiatrische Praxis“ unter Nachrichten: „Rückmeldung zu UPlusE“

Fragebogen 1: Stimmungslage der letzten 7 Tage (EPDS)  – Klicken Sie bitte Ihre Punktwerte an :

Mütter und Väter, deren Fragebogen-Ergebnisse in diesem Bereich liegen, haben nach den wissenschaftlichen Daten*(1) unauffällige Ergebnisse.

Das heißt, dass diese Eltern sehr wahrscheinlich keine postpartale Depression haben.

Manchmal gibt es dennoch Probleme, die nicht in einem Fragebogen sichtbar werden. Mütter und Väter, die solche Probleme haben und unsicher sind, sollten sich Hilfe suchen. Es gibt eine Reihe an Netzwerken und Unterstützungsmöglichkeiten, die ihnen helfen können. Kostenfrei und unverbindlich! Manche auch anonym.

Unter folgendem Link finden Sie passende Angebote in Ihrer Region:

Beratungsstellen/ Frühe Hilfen

(www.upluse.de/hilfsangebote7)

Bei Müttern und Vätern, deren Fragebogen zu ihrer Stimmungslage einen Punktwert von 10-12 zeigt, besteht nach wissenschaftlichen Erkenntnissen*(1) eine mäßige Wahrscheinlichkeit, dass sie an einer postpartalen Depression leiden (1).

  • Diesen Eltern wird empfohlen mit ihrem Kinder- und Jugendarzt und/oder ihrer Hebamme darüber zu sprechen, ob eine Hilfe nötig ist.
  • Darüber hinaus empfiehlt es sich, dass sich diese Eltern durch eine Beratungsstelle oder die Frühen Hilfen beraten und unterstützen lassen: Beratungsstellen/ Frühe Hilfen  (www.upluse.de/hilfsangebote7). Weil Belastungen nach der Geburt eines Kindes häufig sind, gibt es eine Reihe an Netzwerken und Unterstützungsmöglichkeiten, die Eltern helfen können. Kostenfrei und unverbindlich! Manche auch anonym.

Depressionen und Ängste sind nach der Geburt eines Kindes keinesfalls ungewöhnlich und lassen sich durch eine frühzeitige Behandlung meistens schnell und gut bessern**. Die Mütter und Väter, die denken, dass sie eine Depression oder Angsterkrankung haben könnten, sollten sich einen Termin bei einer therapeutischen Anlaufstelle geben lassen. Hier können sie klären, was sie belastet und eine geeignete Therapie finden:

Therapeutische Hilfe (ÄrztInnen und PsychologInnen)

(www.upluse.de/adressen-neu)

Sind Mütter/Väter sich nicht sicher, ob sie überhaupt Hilfe in Anspruch nehmen wollen und zunächst mit Müttern/Vätern, die selbst eine Depression nach der Geburt erlebt haben, sprechen möchten, dann finden diese Eltern Ansprechpartner und Ansprechpartnerinnen bei Schatten&Licht (Selbsthilfeorganisation zu peripartalen psychischen Erkrankungen).

Diese unterstützen Sie auch gerne zusätzlich zu professionellen Hilfe-Angeboten:

www.schatten-und-licht.de

 **Weitere Informationen zu Depressionen nach der Geburt eines Kindes:

Wenn der Fragebogen zur Stimmungslage einen Punktwert ≥ 13 (also 13 oder mehr Punkte) zeigt, dann besteht nach wissenschaftlichen Erkenntnissen eine hohe Wahrscheinlichkeit, an einer postpartalen Depression erkrankt zu sein*(1)

Und damit sind betroffene Mütter und Väter nicht allein. Ca. 10-15% aller Mütter und 5-10% der Väter erkranken nach der Geburt eines Kindes an einer Depression.

Mütter und Väter mit ≥ 13 Punkten sollten am besten mit ihrem Kinder- und Jugendarzt oder Hausarzt darüber sprechen und Hilfe aufsuchen.

Denn Depressionen und Ängste nach der Geburt eines Kindes sind keinesfalls ungewöhnlich und lassen sich durch eine frühzeitige Behandlung meistens schnell und gut bessern.

Depressionen sind Erkrankungen mit vielen Gesichtern und sind gut behandelbar**.

Mütter und Väter mit ≥ 13 Punkten sollten sich daher baldmöglichst einen Termin bei einer therapeutischen Anlaufstelle (Psychiater und Psychotherapeuten) – z.B. aus dem UPlusE-Netzwerk – geben lassen. Hier können sie klären, was sie belastet und eine geeignete Therapie finden.

Mütter/Väter, die gerade nicht die Kraft aufbringen, sich eigenständig Hilfe zu holen, können sich von  Angehörigen oder Freunden dabei unterstützen lassen. Auch ihre Kinder- und Jugendarztpraxis kann dabei helfen.

Adressen von therapeutischen Hilfen (ÄrztInnen und PsychologInnen) vor Ort 

(www.upluse.de/adressen-neu)

Sind Eltern sich nicht sicher, ob sie überhaupt Hilfe in Anspruch nehmen wollen und zunächst mit Müttern/Vätern, die selbst eine Depression nach der Geburt ihres Kindes erlebt haben, sprechen möchten, dann finden sie Ansprechpartner und Ansprechpartnerinnen bei Schatten&Licht (Selbsthilfeorganisation zu peripartalen psychischen Erkrankungen).

Diese unterstützen Sie auch gerne zusätzlich zu professionellen Hilfe-Angeboten:

www.schatten-und-licht.de

Mütter/Väter, die keine therapeutische Hilfe möchten, sollten zumindest eine Beratungsstelle oder Frühe Hilfen aufsuchen.

Zum Beispiel können dort Familienhebammen oder „Haushaltshilfen“ (Übernahme durch Krankenkasse möglich) vermittelt werden:

Coaching- und Beratungsstellen/ Frühe Hilfen

(www.upluse.de/hilfsangebote7)

****Weitere Informationen zu Depressionen nach der Geburt eines Kindes:

Bei weiteren Fragen melden Sie sich gerne direkt unter: upluse@klinikum-nuernberg.de

Auf dieser Seite finden Sie die Einordnung Ihrer Punktwerte in den Fragebögen nach der aktuellen wissenschaftlichen Literatur*.

Zur besseren Lesbarkeit wird überwiegend die weibliche oder männliche Form benutzt – alle anderen Genderformen (m/w/d) sind jedes Mal genauso gemeint.

(1) Stimmungslage der letzten 7 Tage: EPDS

Cox, J. L., Holden, J. M., & Sagovsky, R. (1987). Detection of postnatal depression: development ofthe 10-item Edinburgh Postnatal Depression ScaleThe British journal of psychiatry150(6), 782-786.

Herz E., von Cox J, Holden J, Sagowski R. Befindlichkeitsbogen. Deutsche Version des Edinburgh Postnatal Depression Scale von Cox JL, Holden JM, Sagowski R. 1996.

Muzik, M., Klier, C. M., Rosenblum, K. L., Holzinger, A., Umek, W., & Katschnig, H. (2000). Are commonly used selfreport inventories suitable for screening postpartum depression and anxietydisorders?. Acta Psychiatrica Scandinavica102(1), 71-73.

Simen, S., Kuscher, K., Schröder, L., Yilmaz-Terzioglu, N., Schröder, T., Jung, R., Köhler, W., Dammer, U., Kastner, B., Hillemacher, T., van den Berg, N., & Rauber, S. (2023). Routine Screening for Peripartum Depression in the Gynecologic and Pediatric Setting–Evaluation of an Adapted EPDS Version. Zeitschrift für Geburtshilfe und Neonatologie, 227(03): 213-218.

(2) Belastung als Mutter/Vater: KIDPROTEKT

©Familienorientierte Nachsorge Hamburg See You, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Nitzschke, N., Pawils, S., & Siefert, S. (2022). Kindzentrierte psychosoziale Grundversorgung nach dem Modell KID-PROTEKT–RCT-Studie zeigt Mehrwert für Schwangere und Frauenarztpraxen auf. Geburtshilfe und Frauenheilkunde82(10), e132.

(3) Ihre Beziehung zum Kind: PBQ 12

Brockington, I. F., Oates, J., George, S., Turner, D., Vostanis, P., Sullivan, M., Loh, C., & Murdoch, C. (2001). A screening questionnaire for mother-infant bonding disordersArchives of women’s mental health3, 133-140.

Reck, C., Klier, C. M., Pabst, K., Stehle, E., Steffenelli, U., Struben, K., & Backenstrass, M. (2006). The German version of the Postpartum Bonding Instrument: psychometric properties andassociation with postpartum depressionArchives of women’s mental health9, 265-271.

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